Donnerstag, 3. August 2017

Sonntag, zweiter Tag, 30. Juli 2017



Sonntag, zweiter Tag, 30. Juli 2017

Zusammen mit den Schwestern werden wir frühmorgens zur nahen Pfarrkirche von Holili fahren, wo um 7 Uhr der erste Gottesdienst stattfindet. Schwester Betty hat uns schon vorgewarnt, dass wir uns wärmer anziehen sollen, und als wir die „Kirche“ sehen, verstehen wir auch den Grund dafür: Die Kirche steht nur im Rohbau und durch die offenen Seitenwände pfeift der Wind. Die Frauen haben ihre farbenfrohen Festtagsgewänder angezogen, der Kirchenchor sitzt im strahlend weißen Hemden in den ersten Reihen. Man sitzt auf einfachen Bänken, im Altarraum und den vorderern Reihen unter einem provisorischen Wellblechdach, weiterhinten unter freiem Himmel. Uns beeindruckt vor allem der fröhliche Gesang, zu dem die gesamte Gemeinde klatscht und tanzt.

Together with the sisters we get an early morning ride to the nearby church of Holili where the first mass starts at 7 am. Sr Betty gave us a pre-warning to wear warm clothes at as we saw the “church” we understood why: the church is under construction and a chilly wind blows through the open side walls. Women are dressed up with their colorful Sunday dresses and the church choir is sitting in white shirts in the front rows. Everyone is sitting on simple benches under a temporary roof or under the open air. We are impressed by the joyful singing rhythm and dancing.

Nach der Messe werden wir als „Visitors“, Besucher aus Österreich und Deutschland nach vorne gebeten, wo wir uns kurz vorstellen. Für den Abend lädt uns der Pfarrer zum Essen in sein Pfarrhaus ein. Für uns sehr ungewöhnlich beginnt er nach dem Essen mit Tanzen. Das gehört einfach beim afrikanischen Zusammensein dazu. Am Ende freut er sich, dass wir ihm den „Wiener Walzer“ beibringen.

After the mass the visitors from Austria and Germany are welcomed and we introduce ourselves to the church community. The parish priest invites us for dinner in his parish house. Very unusual for us he starts to dance after dinner. This is part of being together in Africa. Finally he enjoys that we teach him the “Wiener Walzer”.

Am Nachmittag wandern wir in Begleitung von Sr. Felicitas über staubige Pfade zur Secondary School, die ebenfalls von den St. Josefschwestern geleitet wird. Kaum durchschreiten wir das Tor der Schule, sind wir in einer anderen Welt: angelegte Wege, gepflegte Beete, alles ist gekehrt, sauber und ordentlich.

Die Leiter der Schule, Sr. ... führt uns über das Gelände der Schule und berichtet von der Entwicklung der Schule: 2013 gegründet und gebaut, zur Zeit besuchen ca. 300 Schülerinnen und Schüler die Klassen 8 bis 12. Auch spielt die Selbstversorgung eine große Rolle; ein Neubau für Schlafsäle ist im Gange. Sie erwähnt aber auch die Schwierigkeiten, Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Bis jetzt gibt es nur ein provisorisches Labor für die naturwissenschaftlichen Fächer. Wir treffen die die Schülerinnen und Schüler in einem Zelt (noch ist keine Schulhalle vorhanden), in dem sie sich nach der Messe versammelt haben. Wir stellen uns den Schülern vor.

Sehr beeindruckt hat uns die Sprecherin: „Seid willkommen. Zuerst danken wir Gott, dass eure Reise gut verlaufen ist, wir danken, dass ihr euch auf den Weg gemacht habt, uns zu besuchen. Bestimmt gibt es viele Unterschiede zwischen Europa und uns in Tansania. Wir Schülerinnen und Schüler wollen mit Ehrgeiz lernen, um unser Land zu verändern. Dabei glauben wir fest an Gott, der uns schon so viel gegeben hat.“

Anschließend besichtigen wir die Schlafsäle. Ca. 80 Mädchen in einem Saal, drei Stockbetten, rosa Bettlacken und sonst nichts! Es gibt noch keine Schränke, darum ist alles im Koffer verstaut, die auf dem Boden stehen. Da denken wir an unsere Schlafzimmer ... Jene Schülerinnen, die Verantwortung für die Schlafsäle tragen, berichten uns in ausgezeichnetem English über die Schule und ihre eigenen Zukunfstpläne. Sie möchten werden: Ärztin, Anwälte, Ingenieure, und sogar Priester.

Ca. 80 Schülerinnen und Schüler kommen aus dem 450 km entferntem Dar es Salaam und können ihre Familien nur in den Schulferien sehen.

 

















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